Spielberichte 2016/17

FOTO: Das war unser Team 2016/2017

stehend von links: Trainer Rudi Koller, Annika Schmidt, Tina Würdemann, Yvonne Regnet, Franziska Fleischmann, Sabrina Gerner, Verena Klebl, Theresa Lerzer, Melissa Mederer, Laureen Enderlein, Trainer Andreas Regensburger

vorne von links: Eva Gerngroß, Claudia Körner, Lisa Großbeck, Teresa Meixner, Theresa Brandl, Julia Halbritter, Leandra Meixner

 

Sa., 03.06.17, 16.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth II - TSV 3:0

Niederlage zum Abschluss

Mörsdorf (mei) Im letzten Saisonspiel gab es für die erste Frauenmannschaft des TSV Mörsdorf nochmal eine Niederlage. Mit einer aus Erster und Zweiter gemischten Mannschaft gab es beim 0:3 bei der SpVgg Greuther Fürth II nichts zu holen. Diese Niederlage war nach dem bereits gesicherten Klassenerhalt zwar zu verschmerzen, „mit BOL-Fußball hatte unsere Vorstellung aber nichts zu tun“, war TSV-Trainer Rudi Koller dennoch nicht zufrieden. Das Spiel fand noch dazu auf dem für den TSV ungewohnten Kunstrasenplatz statt, was natürlich das auch den Gastgeberinnen in die Karten spielte.

Der Platz war nach einer knappen halben Stunde auch schon mit ein Auslöser für eine weitere Schwächung des TSV, als Annika Schmidt umknickte und ausgetauscht werden musste (13.). An ihrer Stelle kam Nachwuchskickerin Paula Gruber zu ihrem zweiten Einsatz in der Ersten. Im Spiel selbst gab es nicht viel zu sehen, Fürth war zwar vor allem durch Diagonalpässe in die Schnittstelle der TSV-Abwehr gefährlich, doch dem TSV gelang es immer wieder, den Fürther Erfolg zu unterbinden. Offensiv brachte der TSV bis auf eine Chance, als Laureen Enderlein und Melissa Mederer zu spät den Torabschluss suchten (33.), kaum etwas zustande.

Als dann in der zweiten Halbzeit den TSV-Akteuren zusehends die Kraft ausging und die Lücken in der Defensive immer größer wurden, war der Gegentreffer nur mehr eine Frage der Zeit. In der 63. Minute war es dann auch so weit. Nach einem Pass in die Mitte waren gleich zwei Fürtherinnen frei, Jasmina Carosella spielte schließlich TSV-Keeperin aus und vollendete zum 1:0. Auch beim zweiten Gegentreffer war die fehlende Zuordnung der Auslöser, sodass Fürth leichtes Spiel hatte und durch Stefanie Schubert auf 2:0 erhöhen konnte (70.). Als dann nach einem weiten Einwurf Melissa Hemme durch einen sehenswerten Schuss das 3:0 machte (82.), war das dann auch das Schlussergebnis.

Der scheidende Trainer Rudi Koller, der in seiner Funktion als Leiter Frauenfußball beim TSV aber weiterhin dem Frauenfußball beim TSV erhalten bleibt, blickte dann sowohl zurück als auch schon voraus auf die nächste BOL-Saison: „Eine harte und schwere Saison geht zu Ende, mit dem 8. Platz hat man mit Sicherheit nicht unbedingt das Wunschergebnis erreicht. Vielleicht war auch ein Grund, dass man sich nach der großartigen Vorsaison etwas überschätzt hat und so in der Rückrunde wochenlang im Abstiegskampf stand? Da müssen Trainer wie auch Mannschaft in der neuen Saison wieder einiges anders machen. Wenn uns das gelingt, hat diese Saison doch noch etwas Positives gehabt.“

TSV Mörsdorf: Teresa Meixner, Theresa Lerzer, Annika Schmidt, Theresa Brandl, Annalena Schmid, Eva Gerngroß, Anja Bähr, Laureen Enderlein, Sabrina Gerner, Melli Mederer, Yvonne Regnet (Paula Gruber, Caro Sturm, Anne Hofbeck, Luisa Holland).
Tore: 1:0 Jasmina Carosella (63.), 2:0 Stefanie Schubert (70.), 3:0 Melissa Hemme (82.).

Sa., 20.05.17, 16.00 Uhr: FC Ezelsdorf - TSV 1:4

TSV Damen feiern den Klassenerhalt in der BOL-Mittelfranken

Mörsdorf (rk) Auch in der nächsten Saison gibt es in Mörsdorf BOL-Damenfußball zu sehen. Noch vor einer Woche wäre man mit einer Niederlage gegen Falkenheim auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht, und nur eine Woche später können sich Spieler, Trainer und Fans nach dem 4:1-Sieg beim FC Ezelsdorf über den Klassenerhalt freuen. Wie verrückt und knapp es in dieser BOL zuging, zeigte dieser Spieltag. Dittenheim und Segringen standen schon als Absteiger fest, aber weitere sechs Teams spielten um einen direkten Absteiger und um den Relegationsplatz.

Natürlich mussten wir erst mal selbst unsere Hausaufgaben machen, und da stand mit dem FC Ezelsdorf der Tabellenzweite gegenüber, was natürlich die Sache nicht leichter machte. Und die anderen Teams hätten uns ja auch noch in die Karten spielen müssen. Deshalb gab es keine Rechenspiele, sondern man konzentrierte sich einzig und allein auf das Spiel gegen Ezelsdorf.

Die Mannschaft wusste ab der ersten Sekunde, um was es ging, und ließ die technisch und spielerisch starken Ezelsdorfer erst gar nicht zur Entfaltung kommen. Die TSV-Mädels spielten ihrerseits immer wieder gefällig und auch gefährlich Richtung FC-Tor, und es zeigte sich schon in dieser Anfangsphase, dass diese Abwehr zu knacken ist.

Die ersten Aufreger waren zwei Eckbälle für den TSV. Den ersten konnte die Abwehrspielerin gerade noch klären, auch beim zweiten fehlten nur wenige Zentimeter. Dann folgte die wohl beste Viertelstunde der ganzen Saison. Pass auf die rechte Seite, Laureen nimmt den Ball perfekt mit und läuft Richtung Grundlinie, dann die Flanke in den Strafraum, wo Annalena sehenswert zum 1:0 einköpft (13.). Dieser Treffer beflügelte unser Team, und es ging nur noch in eine Richtung. Und so ließ der nächste Treffer nicht lange auf sich warten. Julia setzte sich energisch gegen mehrere Spieler durch, dann der Pass zu Laureen, die weiter auf Sabrina Gerner passte, und in Mittelstürmerposition ließ diese der Torfrau keine Abwehrmöglichkeit und verwandelte zum 2:0 (20.). Nur drei Minuten später der nächste Treffer. Wieder war es Laureen, die sich über rechts durchsetzte. Nachdem sie im Strafraum die halbe Abwehr ausgespielt hatte, war der Ball eigentlich schon weg gewesen, aber auch in dieser Situation ist sie gedanklich schneller als die beiden Ezelsdorferinnen, sie setzt nach und spitzelt den Ball an der verdutzten Torfrau vorbei in die kurze Ecke zum 3:0 für den TSV (232.).

Und der Wahnsinn ging weiter. Wieder ein Angriff über rechts, dieses Mal ist es Sabrina, die nicht zu halten ist. Beim Laufduell den Körper vorne reingestellt, mit Zug und Tempo in den Strafraum, nochmal eine Abwehrspielerin stehen lassen, vor der Torfrau cool geblieben und sicher zum 4:0 verwandelt. Dieser Treffer fiel in der 28. Minute, was bedeutet, dass alle vier Treffer innerhalb von 15 Minuten erzielt wurden. Bis zur Halbzeit beruhigte sich dann das Spielgeschehen, Ezelsdorf stellte um und versuchte sich wieder ins Spiel zurück zu kombinieren, ohne aber dabei gefährlich zu werden. So ging es mit dieser unglaublichen 4:0 Führung in die Kabine.

In der zweiten Hälfte sofort der nächste Aufreger, dieses Mal auf Seitens des FC. Einen verdeckten Schuss kann Teresa Meixner nur zur Seite abwehren, die FC-Stürmerin setzt nach und trifft mit ihrem Schuss den Pfosten. Da hatten wir großes Glück, denn ein Anschlusstreffer in der 46. Minute - wer weiß, was da noch alles passiert wäre. Ezelsdorf stand nun wesentlich besser und ließ wenig zu, aber auch unsere Defensive hatte alles im Griff. So entwickelte sich ein offenes Spiel, aber immer noch mit viel Tempo und Einsatz. Je länger das Spiel ging, desto mehr Möglichkeiten hatten wir wieder, nur mit dem Unterschied, dass uns kein weiterer Treffer mehr gelang. Immer wieder konnte die FC- Abwehr erfolgreich klären. In der 81. Minute dann eine Unachtsamkeit in der TSV-Abwehr, die sofort bestraft wurde. Bei einem Freistoß wird der Ball quer in die Mitte gespielt, die FC-Stürmerin wird viel zu spät angegriffen, ihr Schuss wird so abgefälscht, dass er für Teresa unhaltbar ist – 1:4. Beim Gastgeber ging natürlich nochmal ein Ruck durchs Team, um noch mehr zu schaffen. Nach einer kurzen Unruhe wurde aber die Ordnung beim TSV wiedergefunden und so dieser verdiente 4:1 Sieg über die Zeit gebracht.

Dann wurde es noch besser, denn es flatterten die perfekten Ergebnisse von den anderen Plätzen ins Haus: Sulzkirchen 0:2 gegen Altdorf und Falkenheim 2:5 gegen Lonnerstadt - und plötzlich war es geschafft, die Sache mit dem Klassenerhalt!!

Rudi war natürlich happy: „Ein wirklich tolles Spiel unserer Mannschaft, die dem Druck standhielt und mit einer geschlossenen Leistung diesen Sieg einfuhr. Dass natürlich alle anderen Ergebnisse gleich für den vorzeitigen Klassenerhalt reichten, das setzt dem ganzen noch die Krone auf.“

TSV Mörsdorf: Teresa Meixner, Julia Halbritter, Franziska Fleischmann, Annika Schmidt, Annalena Schmid (76. Eva Gerngroß), Verena Klebl, Laureen Enderlein, Anja Bähr (47. Theresa Lerzer), Sabrina Gerner (84. Theresa Brandl), Melli Mederer, Yvonne Regnet.
Tore: 0:1 Annalena Schmid (13.), 0:2 Sabrina Gerner (20.), 0:3 Laureen Enderlein (23.), 0:4 Sabrina Gerner (28.), 1:4 Melanie Schneider (81.).

Sa., 28.05.17, 16.00 Uhr: TSV - FV Obereichstätt (2:0 - FV nicht angetreten)

Wegen Spielermangels sagte der FV Obereichstätt, Meister und Aufsteiger in die Landesliga, das Spiel ab.

Sa., 13.05.17, 16.00 Uhr: TSV - TSV Falkenheim Nürnberg 2:1

Schlüsselspiel gewonnen

Ein Befreiungsschlag gelingt den Frauen des TSV Mörsdorf gegen Falkenheim Nürnberg. Diese große Chance lässt Sabrina Gerner zwar ungenutzt, am Ende aber reicht es zu einem 2:1-Erfolg. Damit hat der TSV jetzt vier Punkte Luft auf die Abstiegszone. -  Foto: Tobias Tschapka (Tschapka Fotografie/Hilpoltsteiner Kurier).


Mörsdorf (mei) Die erste Damenmannschaft des TSV Mörsdorf hat dem großen Druck stand gehalten und das Abstiegsgipfeltreffen gegen Falkenheim Nürnberg mit 2:1 gewonnen. Damit konnte nun ein einigermaßen beruhigendes Polster von fünf Punkten auf den ersten Abstiegsplatz, belegt von Falkenheim, aufgebaut werden, allerdings ist der Abstiegsrelegationsplatz, belegt vom SV Sulzkirchen, nur einen Punkt entfernt. Also schon mal durchschnaufen, aber überhaupt noch kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. Wer will schon in die Abstiegsrelegation?

Wegen eines gewaltigen Hagelsturms konnte das Spiel erst mit einer viertelstündigen Verspätung angepfiffen werden – Trainer Rudi und Team mussten zuerst das Wasser aus dem Platz schrubben. Doch dann ging es gleich richtig zur Sache. Gleich in der ersten Minute war Laureen durchgebrochen, schoss aber etwas überhastet über das Tor. Fast im Gegenzug verfehlte Nina Roß aus der Drehung vom Elferpunkt knapp das TSV-Tor (2.). Dann war im Gegenzug TSV-Torjägerin Sabrina allein vor Gästekeeperin Corina Eder, doch diese blockte den Schuss ab (3.). Und dann war es wieder Roß, diesmal aus fünf Metern, die das TSV-Tor verfehlte (8.). Nach dieser Szene wechselte TSV-Trainer Rudi Koller die Bewacherin der Gästetorjägerin – Annika fand im Gegensatz zur überragenden Vorstellung gegen Sulzkirchens Torjägerin Lux keinen Zugriff auf die gefährliche Stürmerin. Vreni lag Roß bedeutend besser – die Gästetorjägerin hatte den Rest des Spieles nichts mehr zu melden. Nach der ersten Sturm- und Drangzeit des TSV wurde es dann etwas gemächlicher, wobei der TSV immer noch die aktivere Mannschaft war. Das höhere Engagement wurde schließlich nach einer halben Stunde belohnt. Einen Freistoß von Laureen verlängerte Melissa per Kopf, und Sabi erzielte gegen die Laufrichtung von Torfrau Eder das 1:0 für den TSV (30.). Wenig später hatte der TSV Pech, als nach einer Ecke Laureen noch mal flankte und der Ball an der Latte landete (35.). Doch als dann Verena in altbekannter Weise nach einem Eckball von Laureen per wuchtigen Kopfball das 2:0 erzielte (39.), schien der TSV vollends auf dem richtigen Weg zu sein.

Doch nach dem Seitenwechsel machte sich etwas der Schlendrian breit beim TSV. TSV-Trainer Rudi versuchte mit seinen wiederholten Zurufen „Das ist zu wenig“, seine Schützlinge aus der aufkommenden Passivität zu holen und zur Vorentscheidung zu drängen. Und der TSV hatte auch bei einigen Kontern die Chance dazu. Beim ersten war aber wieder Pech dabei, als diesmal Melli mit ihrem Schuss aus 20 Metern die Latte traf (68.). Melli war dann auch die Nutznießerin von Sabis Solo über links außen, doch nach deren Vorlage bekam sie nicht genügend Druck in ihren Linksschuss (69.). Und dann war Keeperin Teresa gefordert. Als nach einem Pass in den Strafraum Yvonne nicht mehr weggrätschen konnte, spitzelte eine Gästestürmerin das Leder in Richtung TSV-Tor, doch Teresa parierte mit einer Blitzreaktion per Fuß (71.). Als dann nochmal zwei Soli von Laureen und Sabi nicht mit dem 3:0 abgeschlossen wurden, wurde es tatsächlich nochmal spannend. Einen an sich harmlosen Ball von Katrin Graßler ließ Teresa durch die Hände rutschen – nur mehr 2:1 (80.). Und so musste der TSV bei einigen Standards noch einige Zeit um den wichtigen Erfolg zittern, bis dann endlich der ersehnte Abpfiff von Schiedsrichter Keith Routon kam.

„Der Sieg war eminent wichtig und sicherlich verdient, doch in einigen Phasen lässt dann – vielleicht auch auf Grund der nicht von allen optimal absolvierten Saisonvorbereitung – die Kraft und damit die Konzentration nach, weshalb es dann immer wieder knapp wird“, meinte Rudi nach dem Spiel.

TSV Mörsdorf: Teresa Meixner, Julia Halbritter, Franziska Fleischmann, Annika Schmidt, Theresa Lerzer, Verena Klebl, Laureen Enderlein, Anja Bähr, Sabrina Gerner, Melissa Mederer, Yvonne Regnet (Eva Gerngroß, Claudia Körner).
Tore: 1:0 Sabrina Gerner (30.), 2:0 Verena Klebl (39.), 2:1 Katrin Graßler (80.).

 

 

verliehen 2018

 

verliehen 2010 und 2012

 

verliehen 2006 und 2007